Aus der Presse (Quelle: NRZ):

Kreisliga B

Coach Böing zieht positives Zwischenfazit beim SV Ringenberg

(Andreas Nohlen

 

Hamminkeln.   Im 15. Pflichtspiel, dem 13. in der Meisterschaft, hat es auch den SV Ringenberg unter Christian Böing mit der ersten Saisonniederlage erwischt.  

Im 15. Pflichtspiel hat es dann auch Christian Böing erwischt. Ausgerechnet auf der Anlage seines Ex-Vereins, bei der Reserve des SV Haldern, kassierte Fußball-B-Ligist SV Ringenberg die erste Niederlage unter seinem neuen Trainer. Nach einem Dutzend unbesiegter Partien in der Meisterschaft und zwei Pokalerfolgen nach Verlängerungen respektive Elfmeterschießen hieß es im Lindenstadion 0:3. Dreifacher Torschütze war Böings ehemaliger Mitspieler Jan Kalkwarf aus Halderner A-Liga-Zeiten.

„Mit jedem Spiel, das man nicht verliert, wird die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Serie irgendwann reißt. Wo und durch wen das passiert, spielt für mich als Trainer dann keine Rolle“, so Böing. „Wenn man uns vor dem Start gesagt hätte, dass wir die ersten zwölf Spiele nicht verlieren, hätten wir das sicherlich blind unterschrieben.“

Durch die Niederlage ist der Abstand des Tabellenzweiten zum Spitzenreiter HSC Berg auf sechs Punkte angewachsen. Am 11. Dezember steht das große Derby und Topspiel an. „Natürlich ist das Derby ein ganz besonderes Spiel für alle Beteiligten. Aber zuerst einmal konzentrieren wir uns am Sonntag auf das wichtige Spiel gegen Hüthum“, sagt der 32-Jährige. Auch die Frage, ob der SV Ringenberg nach diesem starken Start jetzt nicht unbedingt in die A-Liga möchte, beantwortet der Trainernovize ruhig und sachlich: „Wir wollten im oberen Drittel dabei sein und ich sehe keinen Grund, dieses ursprüngliche Ziel zu diesem Zeitpunkt der Saison zu korrigieren. Wir sind absolut im Soll.“

Hände kribbeln nicht

In den eigenen Händen kribbelt es den langjährigen Ober- und Verbandsligatorwart so kurz nach seinem Karriereende nicht. „Ich habe diese Entscheidung frühzeitig getroffen und nicht bereut. Vielleicht wäre das mit dem Kribbeln anders, wenn ich ganz weg vom Fußball wäre. Aber das bin ich nicht“, so Christian Böing. „Die Mannschaft und der Verein haben mir den Einstieg aber auch sehr leicht gemacht.“

Die Geschlossenheit innerhalb seines Teams, das bereits sechs mal zu Null spielte, sieht der Trainer als einen der großen Erfolgsfaktoren an. „Als Torwart gewinnt man mal ein Spiel. Aber gutes Defensivverhalten geht nur, wenn alle dafür arbeiten. Mit gutem Teamgeist kann man in diesen Klassen viele Punkte holen“, sagt Böing. „In dieser Liga gibt es viele 50:50-Spiele und wir müssen in jedem Spiel sehr viel investieren. Aber die Mannschaft hat sich auch fußballerisch und taktisch entwickelt.“ So soll der letzte Auftritt nur ein Ausrutscher gewesen sein. „Auch in Haldern hat die Mannschaft alles gegeben, aber einen gebrauchten Tag erwischt. So etwas kommt einfach vor.“

Nienhaus’ schwere Verletzung

Was im Fußball ebenfalls - auch im Amateurbereich - vorkommt, sind leider schwere Verletzungen. Beim SV Ringenberg hat es am fünften Spieltag Matthias Nienhaus mit einem Mittelfußbruch erwischt. „Das war sehr bitter für ihn und uns. Aber es spricht für die Mannschaft, dass sie auch den Ausfall eines absoluten Leistungsträgers gut kompensiert hat“, so der Ringenberger Coach.

Als Neuzugang es in den Stamm des Tabellenzweiten geschafft es Matthias Kacar. „Er ist fußballerisch und vom Charakter her eine Belebung für die Mannschaft“, sagt Christian Böing, der im Sommer auch noch den Flüchtling Hoschem Hosseini aus Afghanistan und den Polen Dariusz Zych beim Kader aufzählte. „Beide sind auch noch dabei, der Hoschem in der A-Jugend und der Dariusz derzeit sonntags zumeist in der zweiten Mannschaft“, so Böing. „Aber die Saison ist ja auch noch lang.“

Auch Simon Touzri stand nach seiner Fuß-Operation im Sommer auf dem SVR-Kaderzettel. Doch das Comeback des Angreifers ließ bis zur 70. Minute zuletzt in Haldern auf sich warten. „Wir müssen ihn weiter langsam heranführen und hoffen, dass er im nächsten Jahr voll dabei sein kann“, so Böing. „Gebrauchen könnten wir ihn natürlich gut.“

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